Wassersport-Club Haseldorf e.V.
Aktuelles/Bericht/Tour


Home

Der Vorstand

Aktuelles
und Archiv
Unser Hafen
Hafenplan

Bildergalerie

Mitglieder
Jugendgruppe

Termine

WEB – Sites

Impressum

Email







 

Ein Segeltörn von Haseldorf nach Edinburgh im Mai 2004

Vor zwei Jahren machte Klaus Gerken - der Jugendwart vom Wassersportclub Haseldorf (WSCHa) - den beiden Ausbildern des Clubs Christian Schulze und Wolfgang Werther den Vorschlag, einmal mit seiner „Klops III“ (Hunter/Legend 35) nach Schottland zu segeln. Sie waren sofort begeistert.

In diesem Jahr wurde die Idee nun realisiert. Am Sonntag, den 16.5.- am Tag nach der Ansegelregatta - starteten wir drei um 14:00 Uhr vom Haseldorfer Hafen nach Edinburgh. Kurzer Boxenstop in Cuxhaven, dann Generalkurs NW bei mäßigem WNW und schlechter Sicht. Obwohl wir nur mit nur ca. 1 sm Abstand an Helgoland vorbeisegelten, war nichts von der Insel zu sehen! Noch immer an der Kreuz ging es weiter in Richtung Nordostzipfel Doggerbank bei mittlerem Wind und grimmiger Kälte. Bis wir den Durchgang zwischen Doggerbank und Ölplattformen erreichten, war Rasmus mit Wind und Wetter leider nicht auf unserer Seite. Am Vatertag besann er sich endlich - nach 10-stündiger Bedenkzeit als Flaute - und sandte uns günstige Winde aus nördlicher Richtung. Das ermöglichte dann einen Anlieger bis in den „Firth of Forth“. Am Freitagnachmittag liefen wir nach 110 Stunden in „Granton“ - dem Sportboothafen von Edinburgh - ein. Für die direkte Entfernung von 400sm (Luftlinie Cuxhaven/Edinburgh) haben wir 600sm durchs Wasser gesegelt.

 




 




 




 

 

Am Sonnabend erkundeten wir bei strahlendem Sonnenschein die Hauptstadt Schottlands. Zunächst gewannen wir einen allgemeinen Eindruck dieser geschichtsträchtigen Stadt auf einer Rundfahrt im Cabrio-Sightseeingbus.
Wir vertieften ihn anschließend durch eine weitere Tour mit dem Ziel Schloss und Destille. Die wehrhafte Burg mit dem großen Rittersaal, den alten königlichen Gemächern und den dunklen Gefangenenverliesen faszinierte uns, denn wir gewannen einen nachhaltigen Eindruck vom Leben in früheren Zeiten hier im Schloss.
Enttäuschend war dagegen der Besuch der Destille (von dem wir uns so viel versprochen hatten), denn sie hatte bereits vor einem Jahr zugemacht.
Wieder an Bord entschlossen wir uns, in den repräsentativen Räumen des „Royal Forth Sailing Club's" endlich einen echten schottischen Whisky zu trinken - war wieder nichts: „LAST ORDER" war durch. Aber einige Clubmitglieder wiesen uns auf eine Regattafeier des „Forth Corinthian Yacht Club's“ ganz in der Nähe hin. Obwohl es sich um eine geschlossenen Vereinsveranstaltung handelte, waren wir dort herzlich willkommen. Mit den schottischen Segelkameraden verbrachten wir einen unterhaltsamen, fröhlichen Abend bis in die frühen Morgenstunden.
Zur Rücktour am Sonntagabend hatte der NW Wind auf 5 - 6 Bf. zugelegt und raumschots erreichten wir schnell die offene Nordsee und das nordöstliche Ende der Doggerbank. Die See war inzwischen grob bis sehr grob geworden. Unser Schiff rollte durch die Nordsee. Jeder war froh, als er nach zweistündigem Rudergang davon wieder erlöst wurde. Von da ging es dann nur mit der Fock „platt vor Laken“ weiter . Die „Klops III“ surfte so mit uns in 7½ Knoten über das Meer. Nach 73 ½ Stunden erreichten wir am Mittwochabend Helgoland. Wir waren stolz, dass wir ohne Schäden an Mensch und Material (ausgenommen einen Kaffeebecher) die seemännische Herausforderung bestanden hatten.
Der abschließende Törn über Otterndorf war für uns Routine im Heimatrevier.
Beim Einlaufen am Freitagabend vor Pfingsten im Haseldorfer Hafen schien - wie auf dem ganzen Törn nur in Edinburgh - die Sonne. Beim Einlaufbier freuten wir uns, unseren Wunschtörn verwirklicht zu haben.